Archiv für den Tag: 29. Dezember 2010

20101229 Augmented Reality iPhone-App „Word Lens“ übersetzt Einzelbegriffe live per Kamera

Pressclip des Tages / Bild

Augmented Reality iPhone-App „Word Lens“ übersetzt Einzelbegriffe live per Kamera

Da kommt so mancher iPhone-Nutzer aus dem Staunen nicht mehr raus: Die neue App „Word Lens“ zeigt, was alles mit dem Techniktrend „Augmented Reality“ möglich ist! Einfach mit der iPhone-Kamera auf einen fremdsprachigen Text filmen – und auf dem Handybildschirm erscheint die Übersetzung. In Sekundenschnelle!

Wie funktioniert’s?
Der Zaubertrick heißt „Augmented Reality“: Sobald der Nutzer einen spanischen Text filmt, liest das Programm die Wörter aus und findet in Sekundenbruchteilen eine englische Übersetzung.

Auf dem iPhone-Bildschirm verschmelzen nun Realität und Software-Effekt: Die spanische Schrift wird aus dem Bild getilgt und durch die Übersetzung ersetzt – eine Art virtuelle Realität!

Mit Handschrift funktioniert das allerdings nicht. Am einfachsten klappt’s mit großen Schriftzeichen, etwa auf Schildern.

Das kostet „Word Lens“
Die App an sich ist kostenlos. Damit Sie aber eingesetzt werden kann, muss ein Übersetzungspaket hinzugekauft werden – entweder Spanisch zu Englisch oder Englisch zu Spanisch. Beide sind mit je 3,99 Euro kein Schnäppchen. Übersetzungen in andere Sprachen gibt es (noch) nicht.

Die SPKG BATTENSTEIN GmbH informiert Sie gerne über den neuesten Stand von Übersetzungstechnologien und über Fortschritte automatisierter maschineller Techniken wie „Augmented Reality“.

Positiv: Einzelbegriffe können hier in Bruchteilen von Sekunden zugeordnet werden (Beer – Cerveza).

Negativ: Zusammenhängende Kontexte können maschinell nicht erkannt werden.

In Zukunft gilt folgender Trend: Mathematisch eindeutig definierte Sprache wird zu Modulen zusammengefasst und technisierter Übersetzung zugeführt z.B.: Im VW-System: Standardbestellungen/Stornierungen/Emails einfacher Textbausteine.

Die Auswahl von Möglichkeiten, Synonymen, Interpretationen und Deutung respektive Sprachenarchitektur  bleibt auch in absehbarer Zukunft Menschen-Übersetzerwerk. Es erhöht sich jedoch signifikant das Tempo mit dem Übersetzungsleistungen und Wörterfelder entwickelt werden. Zudem werden sprachliche Standardisierungen und Vereinfachungen industriell von Unternehmen genutzt werden.

Intellektuell wird dies heute schon beim reduzierten Sprachschatz  jugendlicher SMS-Nutzer beklagt.

Andererseits entsteht eine radikale Vereinfachung und Verkürzung banaler oder trivialer Floskeln. Es kann eine Art Bauhaus-Sprachenarchitektur entstehen. Der Bruch mit der Vergangenheit jedenfalls ist längst da.