Archiv für den Monat: Januar 2011

20110131 Politikerinitiative: Deutsch im Grundgesetz / http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33015544_kw02_deutsch_lammert/

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33015544_kw02_deutsch_lammert/

Lammert: Deutsch im Grundgesetz verankern

Bundestagspräsident Norbert Lammert (li.) und Heinrich Oberreuter

Norbert Lammert in Tutzing, rechts Professor Heinrich Oberreuter © apb Tutzing/Haas

Führende Köpfe aus Politik und Wissenschaft haben am Montag, 10. Januar 2011, in der Akademie für Politische Bildung Tutzing über die Zukunft der deutschen Sprache in Forschung und Lehre diskutiert. Eröffnet wurde die Tagung „Deutsch in der Wissenschaft“ von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU). In seinem Vortrag über „Sprache. Und Politik“ forderte er erneut, Deutsch als Landessprache im Grundgesetz zu verankern.

Politik ist gefordert

„Bei den 58 Änderungen des Grundgesetzes, die es seit 1949 gegeben hat, fallen mir keine fünf Änderungen ein, die es an Bedeutung und Rang mit der Sprache als Mittel der Selbstverständigung und der Identität eines Landes aufnehmen können“, betonte Lammert. „Wenn die Politik mitverantwortlich sein will für die Förderung der Sprache des Landes, muss sie das im Grundgesetz klarstellen.“

Deutsch als Landessprache ist Bestandteil der Verfassungen Österreichs und der Schweiz. Die Parteien könnten sich an diesem Beispiel orientieren und so die gesamte Gesellschaft stabilisieren. Ein Zeichen fehlenden Selbstbewusstseins sei die Aufnahme der Landessprache Deutsch ins Grundgesetz jedenfalls nicht.

Sprache schützen und pflegen

Was den Schutz und die Pflege der deutschen Sprache in der Europäischen Union angeht – dort gelten 23 Amtssprachen, die Geschäftssprachen Englisch, Französisch und nur unter ferner liefen auch Deutsch -, so hofft Lammert „auf eine ähnliche Hartnäckigkeit unserer Politiker wie die der französischen Administration“.

Er meint damit: Sollten EU-Gesetze dem Bundestag nicht in deutscher Sprache vorliegen, könne man deren Behandlung auch einmal aussetzen. Geschehen war das bereits bei der Ratifikation des EU-Beitritts von Bulgarien und Rumänien mit der Begründung, die Politiker könnten solche komplexen Sachverhalte nur dann beraten, wenn sie in ihrer eigenen Muttersprache vorliegen.

Präzision geht verloren

Lammert geht es nicht darum, die Vielsprachigkeit einzugrenzen – vielmehr möchte er die Statusminderung der deutschen Sprache aufhalten. Dabei nimmt der Bundestagspräsident auch die Wissenschaft in die Pflicht: „Nicht jeder Forscher spricht und versteht fließend Englisch und publiziert trotzdem in vorauseilendem Gehorsam in der Fremdsprache.“

Dabei gehe eine Menge Präzision verloren. „Dass selbst für die Evaluierung germanistischer Forschungsprojekte sich zunehmend Englisch als scheinbar naheliegendes Verständigungsmittel durchsetzt, gehört zu der begrenzt skurrilen Ausprägung dieses allgemeinen Trends. Für keine andere Sprache haben wir eine ähnliche, eine auch nur vergleichbare Verpflichtung wie für die eigene. Wer eigentlich sonst, wenn nicht wir, soll sich um Deutsch als Sprache und die Zukunftsperspektiven dieser Sprache kümmern?“, fragte Lammert.

Ministerien müssen schnell reagieren

Die Anregungen des Bundestagspräsidenten fanden sich auch in der Podiumsdiskussion am Dienstag, 11. Januar, wieder. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte, es sei nicht nötig, Deutsch als Landessprache ins Grundgesetz aufzunehmen.

Die Verwendung der Sprache sei rechtlich klar geregelt, auch wenn man in der praktischen Politik – vor allem der europäischen – täglich um sie kämpfen müsse. Gesetzesvorlagen nicht zu bearbeiten, wenn sie nicht in der Landessprache vorgelegt werden, hält sie zwar im Bundestag für möglich, in einem Ministerium aber nicht: „Denn gerade hier müssen wir schnell reagieren“, erklärte Leutheusser-Schnarrenberger.

Mehr als ein Verfassungsschnörkel

Über den Zusammenhang von Sprache und Kultur sprach die Berliner Bundestagsabgeordnete Monika Grütters (CDU). Das Staatsziel Kultur und die Landessprache Deutsch ins Grundgesetz aufzunehmen sei weit mehr als „ein Verfassungsschnörkel“. Mehrsprachigkeit sei auf der anderen Seite das „Gegengift“ gegen nationales Schubladendenken.

Die Vorsitzende des Kultur- und Medienausschusses im Deutschen Bundestag plädiert dafür, in Kultur und Wissenschaft keine Sprachflucht zu betreiben. „Da haben wir einiges zu verlieren“, sagte Grütters und erinnerte an die Vorreiterrolle deutscher Forschung in den Bereichen Philosophie, Jura oder Kunstgeschichte.

Die frühere Bundestagsvizepräsidentin Dr. Antje Vollmer (Bündnis 90/Die Grünen) erwartet in diesem Zusammenhang konkrete Forderungen aus der Wissenschaft, um die Zukunft der Sprache in die öffentliche Diskussion zu bringen.

Sprachpolitik nicht weiter tabuisieren

Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse (SPD) machte auf einen krassen Widerspruch aufmerksam: „Einerseits verachtet die Wissenschaft geradezu unsere Sprache, andererseits redet die Politik ständig von der Notwendigkeit, Deutsch zu lernen. Das ist keine Einladung zu einer funktionierenden Integration.“ Internationalität in der Wissenschaft bedeute nicht Einsprachigkeit auf Englisch, sondern intensiven Austausch, egal in welcher Sprache.

Für Thierse soll das auch praktische Folgen haben, denn er fordert: „Wo unsere Steuergelder zum Beispiel für die Forschung verwendet werden, sollten die Anträge auch nur noch in deutscher Sprache eingereicht werden.“ Außerdem plädiert Thierse dafür, die Sprachpolitik nicht weiter zu tabuisieren. Denn sie finde trotz allem Gerede von „Zwangsgermanisierung“ ständig statt. (ch/sh)

20110128 Thema des Tages: http://www.vds-ev.de/anglizismenindex/ Anglizismenindex, Globalisierung und Verein für die Deutsche Sprache? / Kann man Sprache einsperren?

Bilden Sie sich Ihre Meinung:

Die Befürchtung, dass Deutsch durch bizarre und künstliche Anglizismen beschädigt und abgeschafft wird beschäftigt den VDS.

O-Ton VDS:

VDS in Kürze

Wir schätzen unsere deutsche Muttersprache, die „Orgel unter den Sprachen“, wie Jean Paul sie nannte. Um sie als eigenständige Kultur- und Wissenschaftssprache zu erhalten, weiterzuentwickeln und vor dem Verdrängen durch das Englische zu bewahren, gründeten wir im Jahr 1997 den Verein Deutsche Sprache e. V. Er ist eine bunte, große und wachsende Bürgerbewegung mit derzeit über 32.000 Menschen aus nahezu allen Ländern, Kulturen, Parteien, Altersgruppen und Berufen. Allein ein Drittel davon sind Freunde der deutschen Sprache aus Asien oder Afrika.

Wir wollen der Anglisierung der deutschen Sprache entgegentreten und die Menschen in Deutschland an den Wert und die Schönheit ihrer Muttersprache erinnern. Die Fähigkeit, neue Wörter zu erfinden, um neue Dinge zu bezeichnen, darf nicht verloren gehen.

Dabei verfolgen wir keine engstirnigen nationalistischen Ziele. Wir sind auch keine sprachpflegerischen Saubermänner. Fremdwörter – auch englische – sind Bestandteile der deutschen Sprache. Gegen fair, Interview, Trainer, Doping, Slang haben wir nichts einzuwenden. Prahlwörter wie event, highlight, shooting star, outfit, mit denen gewöhnliche Dinge zur großartigen Sache hochgejubelt werden, lehnen wir ab. Dieses „Imponiergefasel“ grenzt viele Mitbürger aus, die über keine oder nur eingeschränkte Englischkenntnisse verfügen.

Unsere Mitglieder kommen aus allen Bevölkerungsschichten in Deutschland und im Ausland (zur Zeit 110 Länder). Wir sind überparteilich und arbeiten mit anderen europäischen Organisationen zusammen, sofern diese die Erhaltung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa zum Ziel haben und keine nationalistischen Zwecke verfolgen. Ein wissenschaftlicher Beirat hilft uns bei kniffligen sprachlichen Fragen.

Besonderes Merkmal des VDS sind seine Regionalvertretungen. VDS-Gruppen in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland und im Ausland organisieren Lesungen, Vorträge und Wettbewerbe und sorgen für ein reges Vereinsleben. Der VDS ist ein Mitmach-Verein, der die Angehörigen der Sprachgemeinschaft einlädt, sich mehr mit ihrer Sprache zu beschäftigen. Unser Ziel ist es, dass die deutsche Sprache wieder an Ansehen gewinnt.

Wir schreiben Protestbriefe an Firmen und öffentliche Einrichtungen, die mit sprachlichen Fehlleistungen aufgefallen sind, wählen den „Sprachpanscher des Jahres“ und haben am 2. Samstag im September den „Tag der deutschen Sprache“ als Feiertag für unsere Muttersprache eingerichtet.

Durch Informationsstände in Fußgängerzonen, Unterschriftensammlungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen, Anzeigen und Pressebeiträge, Erarbeitung von Übersetzungshilfen und ähnliche Maßnahmen versuchen wir, „die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten und zu fördern“ – so steht es in unserer Satzung.

Hier werden Tausende von Anglizismen gesammelt und nach Verdrängungsintensität in drei Kategorien unterteilt.

Weitestgehend unabhängig vom Trend zur Plastikprache, von Werbeleuten und Marketingexperten ersonnen, bildet sich Sprache unstrittig nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage.

Zur Meinungsbildung über Sprachenkontrolle vs. Globalisierung unser Link des Tages:

http://www.vds-ev.de/anglizismenindex/

Der Anglizismen-INDEX

sowohl als Buch wie als Netzausgabe, ist ein Nachschlagewerk für Anglizismen, die in der deutschen Alltagssprache verwendet werden, mit ihren jeweiligen deutschen Entsprechungen. Die Wörterliste wird laufend aktualisiert und enthält gegenwärtig rund 7.200 Einträge.

Der Anglizismen-INDEX setzt einem Anglizismus seine deutsche Entsprechung so früh wie möglich nach seinem Auftreten entgegen, unabhängig von der Häufigkeit seines Auftretens. Damit begegnet er überflüssigen Anglizismen schon im Anfangsstadium ihres Erscheinens. Er ist damit ein aktuelles Nachschlagwerk für Wörter von heute, das heute gebraucht wird und nicht erst morgen, nachdem seine Wörter mit letzter wissenschaftlicher Gründlichkeit gewogen worden sind. Damit verhindert er, dass überflüssige Anglizismen verbreitet werden, die unverständlich sind oder für die bewährte deutsche Ausdrücke vorhanden sind.

Der Anglizismen-INDEX beschreibt die deutsche Sprache nicht nur, sondern leistet einen Beitrag zu ihrer Weiterentwicklung, indem er aufzeigt, dass die deutsche Sprache in allen thematischen Bereichen ausbaufähig und lebendig ist.

Der Anglizismen-INDEX ist somit ein Verzeichnis von Anglizismen der deutschen Alltagssprache. Er unterscheidet sich hinsichtlich Aktualität und Konzept von anderen Anglizismus-Wörterbüchern.

-Ende VDS-

20110127 BGH Entscheidung: Verfahren unter Mitwirkung einer nicht deutsch sprechenden Schöffin muss neu verhandelt werden

Nr. 13/2011

Verfahren unter Mitwirkung einer nicht deutsch sprechenden Schöffin muss neu verhandelt werden

Das Landgericht hat die Angeklagten G. und K. wegen besonders schweren Raubs jeweils zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren, den Angeklagten A. wegen Beihilfe zum besonders schweren Raub zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Nach den Feststellungen des Landgerichts überfielen die Angeklagten G. und K. zusammen mit dem gesondert Verfolgten F. am 15. April 2009 den Penny-Markt in Köln-Sürth. Sie bedrohten die Kassiererinnen mit einem Gasrevolver und erbeuteten 1.445 €. Der Angeklagte A. wartete zusammen mit dem nicht revidierenden Mitangeklagten C. im Fluchtfahrzeug.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat das Urteil auf die Revisionen der Angeklagten aufgehoben, da die Strafkammer mit einer der deutschen Sprache kaum mächtigen Schöffin nicht vorschriftsmäßig besetzt gewesen war (§ 338 Nr. 1 StPO). Die Heranziehung einer nicht sprachkundigen Schöffin verstößt gegen den Grundsatz, dass die Gerichtssprache deutsch ist (§ 184 S.1 GVG) und verletzt zudem den im Strafprozess geltenden Grundsatz der Unmittelbarkeit (§ 261 StPO). Eine sprachunkundige Schöffin ist – ebenso wie ein tauber oder blinder Richter – jedenfalls partiell unfähig, der Verhandlung selbst zu folgen. Das GVG hat die insoweit bisher bestehende Regelungslücke durch Einfügung des seit dem 30. Juli 2010 geltenden § 33 Nr. 5 GVG geschlossen. Danach sollen Personen ohne hinreichende Sprachkenntnis nicht zu Schöffen berufen werden und sind von der Schöffenliste zu streichen. Die Teilnahme einer für die Schöffin herangezogenen Dolmetscherin für die russische Sprache an allen Beratungen der Strafkammer begründet überdies einen Verstoß gegen das Beratungsgeheimnis des § 193 GVG.

Urteil vom 26. Januar 2011 – 2 StR 338/10

Landgericht Köln – Urteil vom 4. November 2009 – 113 KLs 1/09 41 Js 162/09 (StA Köln) –

Karlsruhe, den 26. Januar 2011

20110126 Deutsche Übersetzung der ICD-10-WHO 2011: Band 1, 2 und 3 beim DIMDI veröffentlicht / Medizinwissen + Recht / Linktip

ICD-10-WHO 2011: Band 1, 2 und 3 beim DIMDI veröffentlicht

24.01.2011

Das DIMDI hat als eines der ersten WHO-Kooperationszentren die ICD-10-WHO 2011 veröffentlicht. Die ICD-10-WHO ist die deutschsprachige Übersetzung der Originalfassung der ICD-10 der WHO und die Basis für die Todesursachenstatistik in Deutschland. Band 1 enthält das Systematische Verzeichnis,  Band 2  das Regelwerk und Band 3 das Alphabetische Verzeichnis.

In die Version 2011 der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme flossen zahlreiche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossene Änderungen ein, die ab dem 01.01.2011 gültig werden. Die neue Version ersetzt die bisher gültige Version 2006.

Die Klassifikation bildet die Basis für die Todesursachenstatistik in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch in Krebsregistern wird die ICD-10-WHO u.a. für die Erfassung der Krebstodesfälle eingesetzt. Die internationalen Todesursachenstatistiken basieren ebenfalls auf der ICD-10 der WHO.

Das DIMDI implementiert mit der aktuellen deutschsprachigen Fassung der WHO-Ausgabe die Updates für die Version 2011 als eines der ersten WHO-Kooperationszentren für das System der internationalen Klassifikationen weltweit.

Download der Dateien

Referenzausgaben und Aktualisierungslisten zur ICD-10-WHO 2011 finden Sie als kostenfreie PDF-Dateien im Downloadcenter Klassifikationen: www.dimdi.de – Klassifikationen – Downloadcenter – ICD-10-WHO – Version 2011.

Alle anderen Dateifassungen, die Metadaten und die Überleitungstabelle erhalten Sie kostenpflichtig im DIMDI Webshop. Nur das erstmalige Herunterladen einer Datei im DIMDI Webshop ist kostenpflichtig, jeder weitere Download ist kostenfrei (z. B. bei kodierrelevanten Korrekturen der Dateien der geltenden Version).

20110121 Die EU empfiehlt: Internet-Links für Wirtschaftsprüfer

SPKG BATTENSTEIN GmbH Übersetzer Bilanzen Übersetzer Finanzberichte weltweit

SPKG BATTENSTEIN GmbH Übersetzer Bilanzen Übersetzer Finanzberichte weltweit

Nationale Organisationen

Land Name Verfügbare Sprachen
Österreich Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) Deutsch
Austrian Financial Reporting and Auditing Committee (AFRAC) Deutsch
Belgien Commission des Normes Comptables (CNC)
Commissie voor boekhoudkundige normen (CBN)
FrançaisNederlands
Dänemark Foreningen af Statsautoriserede Revisore (FSR) Dansk
Finnland Kirjanpitolautakunta (KILA) Bokföringsnämnden EnglishSuomiSvenska
Frankreich Conseil national de la Comptabilité (CNC) Français
Deutschland Deutsches Rechnungs­legungs Standards Committee (DRSC)
(German Accounting Standards Committee)
DeutschEnglish
Estland The Estonian national standard setter Eesti keelEnglish
Island Félag Löggiltra Endurskodenda (FLE) EnglishIcelandic
Irland Institute of Chartered Accountants in Ireland (ICAI) English
Italien Organismo Italiano di Contabilità Italiano
Lettland Latvian Accounting board EnglishLatviešu valoda
Litauen Die Behörde für Abschlussprüfung und Rechnungslegung EnglishLietuviµ kalba
Luxemburg Commission de Surveillance du Secteur Financier Français
Malta Ministry of Finance, the Economy and Investment English
Niederlande Raad voor de Jaarverslaggeving (RJ) Nederlands
Norwegen Regnskapsstiftelsen (NRS) Norwegian
Polen The Polish Accounting Standards Committee EnglishPolski
Portugal Comissão do Mercado de Valores Mobiliários EnglishPortuguês
Comissão de Normalização Contabilística (CNC) EnglishPortuguês
Spanien Instituto de Contabilidad y Auditoría de Cuentas (ICAC) Castellano
Schweden Bokföringsnämnden (BN) EnglishSvenska
Swedish Financial Accounting Standards Board (Redovisningsrådet) EnglishSvenska
Slowakei Slovak Chamber of Auditors (SKAU) Slovenčina
Slowenien The Slovenian Institute of Auditors Slovenščina
Tschechische Republik Ministry of Finance of the Czech Republic ČeskyEnglish
Ungarn The Hungarian Ministry of Finance EnglishMagyar
Vereinigtes Königreich Accounting Standards Board (ASB) English
Vereinigte Staaten von Amerika Financial Accounting Standards Board (FASB) English
Securities and Exchange Commission (SEC) English
Zypern Ministry of Finance of the Republic of Cyprus ελληνικάEnglish

Organisationen

Name Verfügbare Sprachen
Committee of European Securities Regulators (CESR) English
European Accounting Association (EAA) English
European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) English
Fédération des Experts-Comptables Européens (FEE)
(European Federation of Accountants)
English
International Accounting Standards Board (IASB) English
World Bank ROSC initative on accounting English
World Bank REPARIS initiative on accounting English

Andere nützliche Links

Euro Webseite der Europäischen Union

Institut IPSAS

Die SPKG BATTENSTEIN GmbH übersetzt beglaubigt weltweit für Notare, Rechtsanwälte, Treuhänder und Wirtschaftsprüfer.

Zu Ihrer Information

Die SPKG BATTENSTEIN GmbH übersetzt in beglaubigter Form seit über 25 Jahren weltweit  folgende ausgewählte Sachverhalte:

Übersetzung Außenwirtschaftsrecht /  Translation Foreign trade law
Übersetzung Internationales Wirtschaftsrecht / Translation International Economic Law
Übersetzung Wirtschaftsförderung / Translation Promotion of Economic Development
Übersetzung Zollrecht / Translation Customs Law
Übersetzung Öffentlicher Auftrag / Translation Public Contract

20110121 BGH entscheidet zur Honorierung von Übersetzern

BGH

Angemessene Honorierung von Übersetzern

Der Übersetzer eines belletristischen Werkes oder Sachbuches, dem für die zeitlich unbeschränkte und inhaltlich umfassende Einräumung sämtlicher Nutzungsrechte an seiner Übersetzung lediglich ein für sich genommen übliches und angemessenes Seitenhonorar als Garantiehonorar zugesagt wurde, ist daneben ab einer bestimmten Auflagenhöhe am Erlös der verkauften Bücher prozentual zu beteiligen. Die zusätzliche Vergütung bei einer Erstverwertung als Hardcover-Ausgabe und einer Zweitverwertung als Taschenbuchausgabe ist jeweils ab dem 5000sten verkauften Exemplar der jeweiligen Ausgabe zu zahlen.

Zum Sachverhalt

Der klagende Übersetzer hatte sich gegenüber dem beklagten Verlag im Oktober 2002 zur Übersetzung eines Sachbuchs aus dem Englischen ins Deutsche verpflichtet. Er räumte dem Verlag umfassende Nutzungsrechte an seiner Übersetzung ein. Dafür erhielt er das vereinbarte Honorar von 19 Euro für jede Seite des übersetzten Textes. Darüber hinaus war ihm für den Fall, dass mehr als 15 000 Exemplare der Hardcover-Ausgabe verkauft werden, ein zusätzliches Honorar von 0,5 % des Nettoladenverkaufspreises zugesagt. An den Erlösen des Verlags aus der Vergabe von Taschenbuch- und Buchgemeinschaftslizenzen war er nach dem Vertrag mit 5 % des Nettoverlagsanteils zu beteiligen.

Nach der seit Juli 2002 geltenden Regelung im UrhG kann der Urheber – dazu zählt auch der Übersetzer – für die Einräumung von Nutzungsrechten zwar grundsätzlich nur die vereinbarte Vergütung verlangen. Ist die vereinbarte Vergütung jedoch nicht angemessen, kann er von seinem Vertragspartner die Einwilligung in eine entsprechende Vertragsanpassung verlangen.

Der Kläger hat die Ansicht vertreten, das vereinbarte Honorar sei unangemessen. Er hat von der Beklagten deshalb eine Änderung des Übersetzervertrages verlangt. LG und BerGer. haben die Klage abgewiesen.

Entscheidung des BGH

Auf die Revision des Klägers hat der u. a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat die Entscheidungen der Vorinstanzen aufgehoben und dem Kläger eine weitergehende Vergütung zugesprochen.

Der Senat hat seine Rechtsprechung bestätigt, wonach der Übersetzer eines belletristischen Werkes oder Sachbuches, dem für die zeitlich unbeschränkte und inhaltlich umfassende Einräumung sämtlicher Nutzungsrechte an seiner Übersetzung lediglich ein für sich genommen übliches und angemessenes Seitenhonorar als Garantiehonorar zugesagt ist, daneben ab einer bestimmten Auflagenhöhe am Erlös der verkauften Bücher prozentual zu beteiligen ist. Diese zusätzliche Erfolgsbeteiligung setzt bei einer verkauften Auflage von 5000 Exemplaren des übersetzten Werkes ein und beträgt normalerweise bei Hardcover-Ausgaben 0,8 % und bei Taschenbüchern 0,4 % des Nettoladenverkaufspreises. Der BGH hat nunmehr klargestellt, dass die zusätzliche Vergütung bei einer Erstverwertung als Hardcover-Ausgabe und einer Zweitverwertung als Taschenbuchausgabe jeweils erst ab dem 5000sten verkauften Exemplar der jeweiligen Ausgabe zu zahlen ist. Er hat ferner deutlich gemacht, dass nur ein Seitenhonorar, das außerhalb der Bandbreite von Seitenhonoraren liegt, die im Einzelfall als üblich und angemessen anzusehen sein können, eine Erhöhung oder Verringerung des Prozentsatzes der zusätzlichen Vergütung rechtfertigen kann.

Der BGH hat ferner bekräftigt, dass ein solcher Übersetzer eine angemessene Beteiligung an Erlösen beanspruchen kann, die der Verlag dadurch erzielt, dass er Dritten das Recht zur Nutzung des übersetzten Werkes einräumt oder überträgt. Dazu gehören etwa die wirtschaftlich bedeutsamen Erlöse des Verlags aus der Vergabe von Lizenzen für Taschenbuchausgaben des Werkes. Der BGH hat – abweichend von seiner früheren Rechtsprechung – entschieden, dass dem Übersetzer grundsätzlich eine Beteiligung in Höhe von einem Fünftel der Beteiligung des Autors des fremdsprachigen Werkes an diesen Erlösen zusteht. (BGH, Urt. v. 20. 1. 2011 – I ZR 19/09)

Pressemitteilung des BGH Nr. 10 v. 21. 1. 2011

20110120 Twitter loves Korea / Die siebte Twitter-Sprache ist Koreanisch

“Twitter loves Korea,” co-founder of Twitter Evan Williams told reporters during his first visit to Seoul.

Die siebte Twitter-Sprache ist Koreanisch

Twitter startet per sofort auch auf Koreanisch. Letztes Jahr hat sich die Zahl der koreanischen Nutzer laut Twitter verzehnfacht. Sogar das nordkoreanische Regime soll einen Account haben.

Twitter stellt seinen Microblogging-Dienst ab jetzt auch auf Koreanisch zur Verfügung. Dies gab das Unternehmen in einem koreanischen Blog bekannt. Somit umfasst Twitter nun insgesamt sieben Sprachen. Es sind neben Koreanisch: Spanisch, Italienisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Japanisch.

Der Grund für den Start der koreanischen Twitter-Version sei eine immense Zunahme der Nutzer: So soll sich die Zahl der Twitter-Nutzer aus Korea im Jahr 2010 verzehnfacht haben. Mit der Webseite wurden auch die Apps für Android und iPhone ins Koreanische übersetzt.

Auch dem kommunistischen Regime in Nordkorea wird unterstellt, einen eigenen Twitter-Account zu betreiben. Der Twitter-Account uriminzok   hat über 11.000 Follower. Uriminzok bedeutet  „Unsere Nation“. Dennoch, die Mehrheit der Nordkoreaner wird die via Internet übermittelten Mitteilungen allerdings nicht empfangen, da der Zugang gesperrt ist.

Die SPKG BATTENSTEIN GmbH Asia-Services übersetzen für Sie Recht / WP / Steuern / Technische-Übersetzungen ins Japanische, Koranische und Chinesische gemäß DIN EN 15038.

20110119 FAQ: Was bedeuten Legalisation und Apostille?

SPKG BATTENSTEIN GmbH Übersetzer Recht Übersetzer Technik weltweit

SPKG BATTENSTEIN GmbH Übersetzer Recht Übersetzer Technik weltweit

SPKG BATTENSTEIN GmbH – Fachübersetzungen weltweit /   Kundenfrage der Woche:

Was bedeuten Legalisation und Apostille?

Welche Urkunden müssen wie beglaubigt übersetzt werden?

Wer übersetzt Apostillen in beglaubigter Form?

FAQ / Antworten hierzu im Internet:

http://www.konsularinfo.diplo.de/Vertretung/konsularinfo/de/05/Urkundenverkehr__Allgemein/Allg__Infos.html

Legalisation und Apostille

Internationaler Urkundenverkehr / Legalisation von Urkunden

Urkunden werden von den Behörden oder Gerichten eines anderen Staates oftmals nur dann anerkannt, wenn ihre Echtheit oder ihr Beweiswert in einem besonderen Verfahren festgestellt worden ist. Zuweilen kommt es vor, dass eine formal echte ausländische Urkunde inhaltlich falsch ist. Es gilt also im internationalen Urkundenverkehr auch sicherzustellen, dass die Urkunden, mit denen ein Nachweis im anderen Land geführt werden soll, sowohl von der dafür zuständigen Stelle ausgestellt, aber ebenso inhaltlich richtig sind.

Hierzu sind eine Reihe international üblicher Verfahrensregeln entwickelt worden, die nachfolgend dargestellt werden.

Diese Verfahren betreffen öffentliche Urkunden, also z.B. Personenstandsurkunden, gerichtliche und notarielle Urkunden, Urkunden und Bescheinigungen der Verwaltungsbehörden, nicht aber privat errichtete Urkunden. Zu den privaten Urkunden gehören etwa das eigenhändige Testament, formlose Kaufverträge oder Vollmachten. Wenn jedoch private Rechtsverhältnisse von einem Notar oder einer Behörde beurkundet worden sind, ist dadurch eine öffentliche Urkunde entstanden.

Der Begriff „Legalisation“ gehört in diesen Zusammenhang: Die Legalisation ist die Bestätigung der Echtheit einer ausländischen öffentlichen Urkunde durch den Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll.

Für Urkunden aus vielen Staaten ist wechselseitig eine Legalisation aufgrund völkerrechtlicher Verträge nicht erforderlich oder sie wird durch die „Haager Apostille“ ersetzt.

Die „Haager Apostille“ ist – ebenso wie die Legalisation – die Bestätigung der Echtheit einer öffentlichen Urkunde. Sie wird jedoch – anders als bei der Legalisation – von einer dazu bestimmten Behörde des Staates, durch den die Urkunde ausgestellt wurde, erteilt. Eine Beteiligung der Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll, ist dann nicht mehr notwendig.

Bei den oben dargestellten Verfahren geht es ausschließlich um den Nachweis der Echtheit und ggf. Richtigkeit einer öffentlichen Urkunde. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob eine ausländische öffentliche Urkunde dazu geeignet ist, die nach inländischem Recht bestehenden Formvorschriften zu erfüllen.

Wenn z.B. im deutschen Immobilienrecht geregelt ist, dass bestimmte Erklärungen notariell zu beurkunden sind, so ist damit regelmäßig die Beurkundung durch eine inländische Urkundsperson (Notar, Konsularbeamter) gemeint. Die Gleichwertigkeit ausländischer notarieller Akte wird bislang nur unter ganz bestimmten, eng definierten Voraussetzungen bejaht. Daher ist in jedem Einzelfall eine Prüfung erforderlich, ob eine ausländische Beurkundung überhaupt geeignet ist, bestehende Formvorschriften zu erfüllen. Im internationalen Bereich ist die gegenseitige Anerkennung von notariellen Beurkundungen und Beglaubigungen aber noch nicht oder nur in einigen wenigen Teilbereichen (z.B. in Sozialversicherungsabkommen) geregelt.

Auch bei Schul- und Hochschulzeugnissen kommt es für deren Anerkennung nicht nur auf den Nachweis ihrer Echtheit an. Auch hier stellt sich die Frage nach der Gleichwertigkeit mit inländischen Ausbildungsgängen. Informationen zur Äquivalenz ausländischer Schul- und Hochschulzeugnisse erhalten Sie bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen des Sekretariats der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Lennéstr. 6, 53113 Bonn).

Die SPKG BATTENSTEIN GmbH liefert als Fachübersetzungsdienst für Industrie, Handel & Wirtschaft sowie RAE / WP / STB seit mehr als 25 Jahren hierzu weltweit: Beglaubigte Übersetzung von Apostillen, Beglaubigte Übersetzung von Ausschreibungen, Beglaubigte Übersetzung von Bilanzen, Beglaubigte Übersetzung von Grundbucheinträgen, Beglaubigte Übersetzung von Jahresabschlüssen; Beglaubigte Übersetzung von Handelsregistereinträgen, Beglaubigte Übersetzung von M&A notwendigen Dokumenten, Beglaubigte Übersetzung von Satzungen, Beglaubigte Übersetzung von Wirtschaftsprüfer-Testaten, Beglaubigte Übersetzung von Zolldokumenten

20110119 Die Stärkung der Sprache Deutsch in der EU ist dringend erforderlich / Aus dem Beschluss der Europaministerkonferenz

Europaministerkonferenz

am 18. März 2010 in Brüssel

Beschluss

Stärkung der deutschen Sprache in der Europäische Union

Berichterstatter: Baden-Württemberg (als Sprachenbeauftragter),

Bayern, Hessen

1. Die Europaminister und -senatoren der Länder setzen sich für eine wesentliche

Stärkung und für eine gleichberechtigte Verwendung des Deutschen als Arbeitssprache

der europäischen Institutionen ein. Bestehende Benachteiligungen des

Deutschen gegenüber anderen Sprachen, insbesondere dem Englischen und

Französischen, müssen beseitigt werden. Sie weisen darauf hin, dass mehr als

90 Mio. Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union Deutsch als Muttersprache

sprechen. Zudem ist Deutsch seit dem EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen

Staaten nach dem Englischen die zweitwichtigste Fremdsprache in

der Europäischen Union.

2. Die Europaminister und -senatoren halten es daher für unbedingt erforderlich,

dass bei der Einrichtung eines Europäischen Auswärtigen Dienstes Deutsch als

Arbeitssprache neben Englisch und Französisch verankert wird. Sie bitten die

Bundesregierung, dem Beschluss des Rates über die Organisation und die Arbeitsweise

des Europäischen Auswärtigen Dienstes erst dann zuzustimmen,

wenn eine der Bedeutung der deutschen Sprache in der EU angemessene Lösung

erzielt werden konnte.

3. Die Europaminister und -senatoren der Länder sind der Auffassung, dass die

Verwendung der eigenen Sprache für die mit dem Vertrag von Lissabon erfolgte

Stärkung der demokratischen Legitimation Europas besonders wichtig ist. Insbesondere

messen sie der vollständigen und rechtzeitigen Übersetzung aller

politisch relevanten EU-Dokumente auch in die deutsche Sprache eine ent2

scheidende Bedeutung für eine effektive Wahrnehmung der neuen Mitwirkungsrechte

des Bundesrates und Bundestages am europäischen Rechtssetzungsprozess

infolge des Subsidiaritätsfrühwarnsystems und der deutschen Begleitgesetze

bei.

4. Die Europaminister und -senatoren der Länder bedauern in diesem Zusammenhang,

dass die EU-Kommission bislang keine nennenswerten Fortschritte bei

der Überarbeitung ihrer ungenügenden Übersetzungspraxis erreicht hat. Immer

noch werden beratungs- und entscheidungsrelevante EU-Dokumente der EUKommission

entweder überhaupt nicht oder nur unvollständig oder erst mit erheblicher

zeitlicher Verzögerung auch in der deutschen Sprachfassung vorgelegt.

Insbesondere ist die Praxis der EU-Kommission zu kritisieren, Übersetzungen

auf „Kerndokumente“ zu beschränken, dagegen andere Dokumente, die insgesamt

für die Bewertung von Rechtsetzungsakten und politischen Prozessen

ebenfalls von erheblicher Bedeutung sind, als Anhänge bzw. Arbeitspapiere der

Kommissionsdienststellen zu deklarieren und somit grundsätzlich nur noch in

der Ausgangssprache vorzulegen. Wichtige entscheidungsrelevante Informationen

werden damit überwiegend nur noch auf Englisch vorgelegt. Diese auch

außerhalb der Übersetzungsfrage, u. a. bei den Internetportalen des Rates und

der EU-Kommission, erkennbare Tendenz zur Einsprachigkeit der Europäischen

Union stellt eine inakzeptable Beeinträchtigung der politischen Debatte in den

nationalen Parlamenten der Mitgliedstaaten, der Regionen und in der Öffentlichkeit

dar.

5. Die Europaminister und -senatoren der Länder fordern die EU-Kommission daher

erneut auf, die Überarbeitung ihrer Übersetzungsstrategie mit neuem Engagement

anzugehen. Die Europaminister und -senatoren der Länder bekräftigen

in diesem Zusammenhang ihre Bereitschaft, dabei konstruktiv mitzuarbeiten. In

Zukunft muss sichergestellt sein, dass die EU-Kommission ihrer Verpflichtung

aus dem Vollsprachenregime wieder umfassend nachkommt und die nationalen

Parlamente dadurch in die Lage versetzt werden, ihrem nach dem Vertrag von

Lissabon vorgesehenen Mitwirkungsauftrag im europäischen Politikprozess effektiv

nachkommen zu können. Dies schließt die vollständige Übersetzung auch

von Anhängen und Arbeitspapieren, die politisch bedeutsame Informationen

enthalten sowie Gesetzesfolgenabschätzungen und Fortschrittsberichte ausdrücklich

mit ein. Die Vorlage informeller Übersetzungen durch die EUKommission

bzw. die teilweise Rückverlagerung der Übersetzungsdienstleistungen

in die Mitgliedstaaten stellt keine tragfähige Alternative zur Behebung der

aktuellen Missstände dar, zumal Fragen nach der Autorisierung der übersetzten

Fassungen nicht befriedigend beantwortet werden können und Deutsch nach

der Geschäftsordnung der EU-Kommission zu den von ihr selbst gewählten Arbeitssprachen

zählt.

6. Für alle weiteren Übersetzungen von EU-Dokumenten, die zwar nicht dem Vollsprachenregime

unterliegen, für die allerdings ein besonderer Beratungsbedarf

von einem nationalen Parlament geltend gemacht wurde, regen die Europaminister

und -senatoren der Länder an, flexible Lösungen zu entwickeln. So sollten

die positiven Erfahrungen mit der im Jahr 2004 erfolgten Einführung des Marktmodells

bei der Dolmetschung bestimmter Arbeitsgruppen des Rates auch auf

die Praxis der Übersetzungen von EU-Dokumenten außerhalb des Vollsprachenregimes

übertragen werden. Sie fordern hierzu die EU-Kommission auf,

Vorschläge für die Umsetzung eines solchen Verfahrens unter voller Wahrung

des Vollsprachenregimes und unter Einbeziehung der nationalen Parlamente zu

erarbeiten.

7. Die Europaminister und -senatoren der Länder sprechen sich dafür aus, dass

die für die vollständige Übersetzung politisch entscheidungsrelevanter Dokumente

erforderlichen Mittel im EU-Haushalt durch Umschichtung bzw. Umwidmung

nicht verbrauchter Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Um die

von der EU-Kommission für die eingeschränkte Übersetzung von EUDokumenten

verantwortlich gemachten unzureichenden Personal- und Finanzressourcen

quantifizieren zu können, wird die EU-Kommission erneut aufgefordert,

die Transparenz ihrer derzeitigen Mittelverwendung für Übersetzungsleistungen

deutlich zu verbessern. Bislang bleibt unklar, wie hoch der Bedarf an

Übersetzungsleistungen tatsächlich ist.

8. Die Europaminister und –senatoren der Länder sind sich bewusst, dass die

Kommunikation innerhalb der EU-Institutionen auch davon abhängt, welche

Sprachkompetenzen bei den EU-Bediensteten tatsächlich vorhanden sind. Sie

betonen die Notwendigkeit, Deutsch im internen Arbeitsgebrauch der EUInstitutionen

weiter zu stärken. Neben der Verankerung von Deutsch-

Kenntnissen als Einstellungsvoraussetzungen der einzelnen EU-Institutionen

sehen sie die Förderung der deutschen Sprachkenntnisse von EU-Bediensteten

als wichtige Voraussetzung und Anreiz für die Nutzung der deutschen Sprache

im Arbeitsalltag der EU-Institutionen an. Ziel muss es sein, eine hohe Qualität

des Sprachunterrichts sicherzustellen und die Vermittlung der deutschen

Sprache mit dem Verständnis für die deutsche Kultur zu verbinden. Die seit Jahren

vom Auswärtigen Amt unter maßgeblicher Beteiligung der Länder erfolgreich

durchgeführten Deutsch-Intensivsprachkurse für EU-Bedienstete sollen daher

auch in Zukunft fortgesetzt werden. Zugleich bitten die Europaminister und –

senatoren die Bundesregierung, sich gegenüber der Kommission dafür einzusetzen,

im Rahmen der offiziellen Ausschreibung der Ausrichtung von Sprachkursen

für EU-Bedienstete neben finanziellen Erwägungen auch die Qualität und

die Vermittlung kultureller Hintergründe als Auswahlkriterien angemessen zu berücksichtigen.

Dabei sollte auch der Erfahrungsschatz nationaler Kulturinstitute

genutzt werden.

9. Die Europaminister und -senatoren der Länder ermuntern die deutschen Bediensteten

und Mitglieder der EU-Kommission, aber auch die deutschsprachigen

Journalisten in Brüssel, Luxemburg und Straßburg zum selbstbewussten Gebrauch

der deutschen Sprache. Flankiert von einer verstärkten kulturellen Präsenz

kann dies ebenfalls zu einer Sensibilisierung der europäischen Institutionen

in der Sprachenfrage beitragen.

20110117 Terminologietip der Woche: International Monetary Fund

SPKG BATTENSTEIN GmbH Beglaubigte Eilübersetzung Europaweit Overnight

SPKG BATTENSTEIN GmbH Beglaubigte Eilübersetzung Europaweit Overnight

Der SPKG BATTENSTEIN GmbH – Terminologietip der Woche

http://www.imf.org/external/np/term/index.asp?index=deu&index_langid=5

IWF-Terminologie
Ein mehrsprachiges Verzeichnis

Diese Terminologie-Datenbank enthält mehr als 4500 Einträge von Fachausdrücken, die für Übersetzer hilfreich sind, die mit IWF-Dokumenten arbeiten. Sie bietet mehrere Sprachfassungen der Fachausdrücke, ohne Definitionen.

Die Datenbank enthält Worte, Ausdrücke sowie institutionelle Titel und Funktionen, die gewöhnlich in IWF-Dokumenten in Bereichen wie Geld und Bankwesen, öffentliche Finanzen, Zahlungsbilanz sowie Wirtschaftswachstum anzutreffen sind. Eine Anzahl Einträge enthält ein Benutzerfeld mit eckigen Klammern, in dem der Ursprung des Fachausdrucks – z. B. [OECD] – oder ein Kontext – z. B. [Handel] – angegeben wird; andere enthalten einen Querverweis auf verwandte Einträge. Des Weiteren werden Akronyme und Währungseinheiten erfasst.

Mögliche Auswahl der Ausgangssprache:

Deutsch
English
español
français
português

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Büro Sprachendienst

Internationaler Währungsfonds
Washington D.C.
20431
USA

Die SPKG BATTENSTEIN GmbH übersetzt für Banken und Finanzdienstleiser Sachverhalte aus Geld und Bankwesen, öffentliche Finanzen sowie wissenschaftliche Publikationen.