Archiv für den Monat: Februar 2011

20110227 FAQ: Globish? Kann man ohne Sprachkenntnisse Englisch nutzen?

Globish ist eine Plansprache oder konstruierte Sprache, die auf Englisch gründet.

Globish ist ein Kompositum der Wörter Global und English. Es handelt es sich somit um eine sehr vereinfachte Form der englischen Sprache, die primär von Nicht-Muttersprachlern genutzt wird. Der Globish Wortschatz umfasst lediglich rund 1500 Begriffe. Globish ist vor allem in London präsent, wo sehr viele Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern zusammen leben und mittels dieses Grundwortschatzes eine gemeinsame Sprachbasis aller besteht.

Im Kontrast zu Basic English, Simplified English und Special English ist es nicht formalisiert und basiert nur auf gemeinschaftlicher Entstehung und Weiterentwicklung. Als Konsequenz ist es oft schwierig, zu sagen, ob ein spezielles Beispiel der englischen Sprache als Globish angesehen werden kann oder nicht.

Aktuelles Beispiel aus den Medien:

Die Welt titelt: Die Ägypische Revolution spricht Globish

Ägyptens Demonstranten artikulieren auch ohne Sprachkenntnisse ihren Zorn im Dialekt des dritten Jahrtausends

Die Plansprache Globish kommt mit 1500 Wörtern aus und wird überall verstanden.

Briten, Amerikanern und Englischkundigen kommt es ein wenig bizarr vor.

Weiter nennt die Welt Globish-Beispiele zur Sprache der SMS

Englische Wörter haben im Durchschnitt fünf Buchstaben, sie werden kaum flektiert und haben keine Akzente oder andere Sonderzeichen Für SMS ist das ideal. Der britische Linguist David Crystal schreibt, dass wohl alle jungen Menschen auf der Welt, die sich Textnachrichten schicken, Abkürzungen wie „lol“, „gr8“ und „u“ benutzen – egal, was ihre Muttersprache ist. Die Franzosen schreiben in SMS lieber „now“ als „maintenant“, und in Deutschland ist gerade „n1“, die Abkürzung für „nice one“ (im Sinne von „gut gemacht“) auf Platz fünf bei der Wahl zum „Jugendwort des Jahres“ gelandet.

Quelle: Interview mit Jean-Paul Nerrière (schrieb Parlez Globish)

http://www.jpn-globish.com/articles.php?lng=fr&pg=171

Quelle: 1500 Globish Begriffe / Nerrières

http://www.jpn-globish.com/file/1500motsGlobish.pdf

20110226 Wochend-Fachübersetzungs-Service der SPKG BATTENSTEIN GmbH

Wir arbeiten und übersetzen gerne auch am Wochenende im Firmenkundenauftrag.

Zur schnellen Angebotserstellung benötigen wir von Ihnen folgende Informationen:

a) Zielsprache und Fachgebiet

b) Beglaubigung erforderlich Ja/Nein

c) Anzahl der Seiten in der Ausgangssprache

d) Anzahl der Wörter in der Ausgangssprache

c) Anzahl der Buchstaben/Zeichen MIT Leerzeichen

d) Korrekturlesung / Redaktion im pdf

e) Ihre Frist / Ihr Wunschtermin

Mailen Sie uns einfach Ihre Anfrage.

Wir melden uns umgehend bei Ihnen!

Die SPKG Battenstein GmbH freut sich auf Sie!

20110225 Übersetzungs-Link des Tages: Banking and Stock Glossary / Das Bank- und Börsenlexikon der Deutsche Bank AG

Link des Tages: http://www.deutsche-bank.de/lexikon/?dbiquery=null:b%C3%B6rsenlexikon

Das Bank- und Börsenlexikon der Deutschen Bank / Online sind Erklärung und Übersetzung ins Englische von Aufzinsungspapier bis Zerobond

Bank- & Börsenlexikon

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWX | Y | Z

Englische Übersetzung:

http://www.deutsche-bank.de/lexikon/lexikon_de/content/index_e_1160.htm

Banking and Stock Glossary

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Beispiele

Abbuchungsauftrag

Schriftlicher, jederzeit widerruflicher Auftrag eines Zahlungspflichtigen an seine Bank, von einem bestimmten Zahlungsempfänger (Gläubiger) künftig alle Lastschriften im Rahmen einer vorhandenen Deckung einzulösen; neben der Einzugsermächtigung ist der Abbuchungsauftrag die weniger gebräuchliche Variante des Lastschriftverfahrens. Er kommt vor allem für Zahlungsempfänger in Frage, die über einen längeren Zeitraum Forderungen in unterschiedlicher Höhe und zu gegebenenfalls unregelmäßigen Terminen gegenüber bestimmten Kunden haben.

English: Debit order mandate

Abgeltungssteuer

Quellenabzugsverfahren zur Besteuerung von privaten Kapitalerträgen. Die Erhebung erfolgt dabei unabhängig vom persönlichen Einkommenssteuersatz des Steuerpflichtigen. Die Besteuerung von Kapitalerträgen gilt damit als grundsätzlich abgegolten. In Deutschland wurde dieses Verfahren zum 01.01.2009 eingeführt. Bis dahin fand die Zinsabschlagssteuer Anwendung.

English: Flat rate tax

ABS

Siehe Asset Backed Securities.

English: ABS

Abzinsungspapier

Wertpapier, dessen Erwerbspreis sich durch Abzinsung des später zurück zu zahlenden Nominalbetrags auf den Kaufzeitpunkt ergibt. Erst am Ende der Laufzeit werden die Zinsen (und Zinseszinsen) zusammen mit der Tilgung ausgezahlt. Typische Abzinsungspapiere sind Zerobonds, Finanzierungsschätze und unverzinsliche Schatzanweisungen. Gegenteil: Aufzinsungspapier.

English: Interest discount paper

Accelerated Bookbuilding

Eine Sonderform des Bookbuilding. Es ist üblicherweise als Privatplatzierung ohne Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts ausgestaltet. Die Platzierung ist auf die Ansprache Institutioneller beschränkt. Die Zeichnungsfrist läuft nur wenige Tage, um zwar die Investoren für Zeichnungen ansprechen zu können, andererseits aber einen Kursdruck im laufenden Börsenhandel zu vermeiden. Das Verfahren ist aufgrund seiner Schnelligkeit und Flexibilität besonders für volatile Aktienmärkte geeignet.

English: Accelerated bookbuilding

Act./360

Zinsberechnungsmethode, bei der die Zinsen taggenau berechnet werden, wobei ein Jahr mit 360 Tagen berücksichtigt wird. Diese Methode wird in der Regel im Geldmarkt und bei den Geldmarktoperationen des ESZB berücksichtigt.

English: Act./360

______________________Ende der Beispiele_____________________________________________________

20110223 Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke

Link des Tages:

http://www.boersenverein.de/de/portal/Uebersetzungsfoerderung/186810Übersetzungsförderung

Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke

TeilnahmebedingungenAusgezeichnete Werke Dezember 2008
Translation FundingAusgezeichnete Werke April 2009
Antrag zur ÜbersetzungsförderungAusgezeichnete Werke Oktober 2009
JuryAusgezeichnete Werke April 2010
Ausgezeichnete Werke Juli 2008Ausgezeichnete Werke Oktober 2010

Ausschreibung

Die Fritz Thyssen Stiftung, die VG Wort, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und das Auswärtige Amt fördern mit der Auszeichnung „Geisteswissenschaften International“ die Übersetzung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Werke in die englische Sprache, deren Übersetzung ins Englische für den Wissenschaftsstandort Deutschland von Bedeutung ist.

Mit der Auszeichnung ist die Finanzierung der Kosten der Übersetzung verbunden. Ziel der Übersetzungsförderung ist es, zu einer weltweiten Verbreitung der geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse aus Deutschland beizutragen und zugleich Deutsch als Wissenschaftssprache und Sprache der Erstveröffentlichung geisteswissenschaftlicher Werke zu erhalten. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll nachhaltig erhöht werden. Hierfür stellen die Partner seit 2008 jährlich 600.000 Euro zur Verfügung.

Verlage können innovative Publikationen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften für die Auszeichnung einreichen. Eingereicht werden sollen aktuelle Publikationen. Die Zielpublikation soll durch einen Verlag aus dem englischen Sprachraum auf den Markt gebracht werden. Ein von Fritz Thyssen Stiftung, VG Wort, Auswärtigem Amt und Börsenverein gemeinsam ausgewählter, unabhängiger Auswahlausschuss wählt zweimal jährlich aus den ihm vorliegenden Anträgen die zu fördernden Titel aus.

Die Bewerbungsunterlagen müssen enthalten:

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Begründung des Antrags mit Angaben zur wissenschaftlichen Bedeutung des Werks im nationalen und internationalen Kontext, Angaben zum Autor, Angaben zum potenziellen Markt
  • bereits vorliegende Rezensionen und Fachgutachten
  • möglichst (Options-)Lizenzvertrag
  • fünf Exemplare der deutschen Publikation

Anträge für die aktuelle Ausschreibung können beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels eingereicht werden.

Bewerbungsadresse:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Geisteswissenschaften International
Großer Hirschgraben 17-21
60311 Frankfurt am Main


20110222 CBS-Übersetzung sieht Gaddafi weiter in Tripolis / Gaga-Gaddafi mit Regenschirm vor Filmkulisse

Link des Tages:     Libyen goes Dada

http://www.cbsnews.com/stories/2011/02/21/501364/main20034548.shtml

Die mangelnde Belastbarkeit von Übersetzungen im politischen Kontext, hier aus der arabischen Welt erreicht einen neuen Höhepunkt. Gaddafi tritt auf als Fred Astaire „I`m singing in the rain“, natürlich nicht in Venezuela sondern in Tripolis.

Ironischerweise bedienen sich nicht nur Diktatoren unreflektierter Übersetzungen und der sie verbreitenden Medien. Ein positiver Nebeneffekt: Mancher Regierungsumsturz wäre ohne verfälschte Übersetzungen (Standard bei der politisch motivierten/politischen Übersetzung) nicht denkbar.

In Deutschland kennt man diese Erscheinung von einigen bedeutenden Terror-Prozessen. Erwähnt seien hier nur die Prozesse um die Anschläge 9/11 in Hamburg oder der Piratenprozess/Somalia. Vor den Gerichten eingesetzte Dolmetscher und Übersetzer verbrüdern sich respektive koalieren nicht selten mit den Angeklagten aus der Heimat/Kulturkreis.

Eine Wahrheitsfindung ist hier nicht mehr möglich. Konsequenz sind immer häufiger zu hinterfragende Freisprüche.

Wünschenswert wären hier Deutsche als Übersetzer vor Gericht, die in keinerlei Gewissenskonflikte mit ihrer Kultur und Religion geraten und somit keine rechtswirksamen Einlassungen aus „Tausendundeiner Nacht“ verbreiten.

20110219 Terminologie-Datenbank der EU / 23 Amtsprachen / 8,4 Millionen Termini

Unser Link des Tages zur Erklärung von IATE der Terminologie-Datenbank der EU

http://iate.europa.eu/iatediff/brochure/IATEbrochure_DE.pdf

Terminologie-Datenbank der EU

In IATE sind EU-spezifische Terminologie und EU-Jargon sowie Termini aus verschiedensten Sachgebieten wie Recht, Landwirtschaft, Informationstechnologie und vielen weiteren zu finden.

In dieser Datenbank werden alle Informationen zusammengeführt, die zuvor in den einzelnen Terminologiedatenbanken der EU-Institutionen enthalten waren:

• EURODICAUTOM (Kommission)

• EUTERPE (Parlament)

• TIS (Rat)

IATE hält derzeit über 8,4 Millionen Termini bereit, davon rund 540 000 Abkürzungen und 130 000 Satzfragmente; alle 23 EU-Amtssprachen kommen zur Geltung.

Täglich werden neue Termini eingegeben, und der Inhalt wird fortlaufend aktualisiert.

IATE trägt wesentlich dazu bei, die Qualität der schriftlichen Kommunikation der Organe und Institutionen der EU zu sichern.

http://iate.europa.eu

Inhalte von Institutionen

Die Datenbank wird von EU-Terminologen und -Übersetzern mit Termini gefüttert, die auf Informationen von Übersetzern, leitenden Mitarbeitern der Institutionen, Rechts- und Sprachsachverständigen, Fachleuten und sonstigen zuverlässigen Quellen beruhen.

Partner des Projekts

Europäisches Parlament, Rat der Europäischen Union, Europäische Kommission, Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, Europäischer Rechnungshof, Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss, Ausschuss der Regionen, Europäische Investitionsbank, Europäische Zentralbank, Übersetzungszentrum für die Einrichtungen der Europäischen Union

IATE-Verwaltung

Die IATE-Internetseite wird vom Übersetzungszentrum für die Einrichtungen der EU in Luxemburg im Namen der Partner des Projekts verwaltet.

Hintergrund

1999 beschlossen die Institutionen der EU, eine völlig neue Datenbank aufzubauen, in der die Inhalte ihrer sämtlichen Terminologiedatenbanken zusammengeführt werden, um dank neuen Technologien die interinstitutionelle Zusammenarbeit zu verbessern.

2004 ging IATE im internen Rahmen der EU-Institutionen in Betrieb.

Im Juni 2007 wurde IATE für die Allgemeinheit verfügbar gemacht

20110217 UNESCO informiert über bedrohte Sprachen / Alle zwei Wochen verschwindet eine Sprache

Pressemitteilung des Tages, 17. Februar 2011

Internationaler Tag der Muttersprache

Aktualisierter Weltatlas der Bedrohten Sprachen

Die UNESCO erinnert am 21. Februar, dem Internationalen Tag der Muttersprache, an die sprachliche Vielfalt. Von den rund 6.000 Sprachen, die heute weltweit gesprochen werden, sind nach Einschätzung der UNESCO die Hälfte vom Verschwinden bedroht, alle zwei Wochen geht eine Sprache verloren. Um Muttersprachen zu fördern, investieren UNESCO-Mitgliedstaaten in Programme und Maßnahmen. In Spanien konnte so das Katalanische und in Frankreich das Bretonische erhalten werden.

In Deutschland sind derzeit 13 Regional- und Minderheitensprachen bedroht. Zu den am stärksten gefährdeten Sprachen zählen Nord- und Saterfriesisch. Aber auch Bairisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Moselfränkisch, Niedersächsisch, Limburgisch-Ripuarisch, Sorbisch und Jiddisch werden von immer weniger Menschen gesprochen. Ebenfalls gefährdet sind das in Deutschland und Dänemark gesprochene Jütländisch und das von den Sinti und Roma gesprochene Romani.

Die Gründe für die weltweite Gefährdung von Sprachen sind vielfältig: Kriege, Vertreibungen und Stigmatisierungen gehören ebenso dazu wie Migration und Vermischung von Sprachen. Die neuen Informationsmedien begünstigen den weltweiten Einfluss einzelner „großer“ Sprachgruppen – insbesondere des Englischen. Verschwindet eine Sprache, geht auch das damit verbundene kulturelle Erbe von Gedichten über Legenden bis zu Sprichwörtern und Scherzen verloren.

In der 2010 aktualisierten Ausgabe des „Atlas der Bedrohten Sprachen“ listet die UNESCO rund 2.500 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region – darunter sind auch 230 Sprachen, die seit 1950 verschwunden sind. Der Atlas zeigt, dass 572 Sprachen vor allem in Nord- und Südamerika, Südostasien, Ozeanien und Afrika akut bedroht sind. Die UNESCO macht vor allem auf die Sprachen aufmerksam, die von nur noch weniger als 10.000 Menschen gesprochen werden.

Der Internationale Tag der Muttersprache ist seit 2000 ein UNESCO-Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Thema der zentralen UNESCO-Veranstaltung ist in diesem Jahr am 21. Februar in Paris „Schutz der Sprachenvielfalt durch Kommunikationsmedien“. Die UNESCO versteht Sprache nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern auch als kulturelles Erbe und Ausdruck kultureller Identität. Neben dem Weltatlas der Bedrohten Sprachen gibt die UNESCO auch eine Weltbibliografie der Buchübersetzungen heraus.

Weitere Informationen:

Weltatlas der Bedrohten Sprachen: www.unesco.org/culture/languages-atlas/index.php

Weltbibliografie der Buchübersetzungen: Index Translationum

Weltbericht kulturelle Vielfalt: Download PDF

20110216 Preiswertes EU-Patent (EN/FR/DE) kommt

EN/FR/DE EU-Patent in Sichtweite

Nach jahrelangem Diskutieren ist ein gemeinsames EU-Patent wahrscheinlich.

Das Europaparlament gab am Dienstag in Straßburg freie Fahrt für das Verfahren der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit. Somit kann das gemeinschaftliche Patent, das die Kosten für Unternehmen senken soll, auch gegen die Länder Italien und Spanien eingeführt werden.

Beide Länder hatten das Projekt blockiert, da als obligatorische Sprachen für alle Patente nur Deutsch, Englisch und Französisch vorgesehen sind.

20110215 Twitter betreibt „Crowdsourcing“ und wirbt um Übersetzer

Twitter sucht u.a. Übersetzer für Deutsch via Internet.

Start translating Twitter today

We’re looking for translators in: French, German, Indonesian, Italian, Japanese, Korean, Russian, Spanish, and Turkish.

Sign in with Twitter

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Das Prinzip: Suche nach ehrenamtlichen Übersetzern im Internet und Schaffung einer „Translation Community“.

Jeder der sich berufen fühlt kann hier mitmachen. Microsoft gestaltete in ähnlicher Form WindowsXP. XP stand für Experience, d.h. Fehler waren eingebaut und mussten unter Erfahrung abgebucht werden. Error Reporting ergänzte das XP-System.

Twitter beschafft „Sourcing“ in der Menge „Crowd“ der Internet-User nach kostenfreier Zufallskompetenz im Feld der IT-Übersetzung. Ein Trend, der auch bei der Übersetzung von Computerspielen zu beobachten ist. Voraussetzung ist eine schnelle Eigendynamik der Fachsprache.

So verstehen sich „Gamer“ eigentlich auch nur untereinander.

20110213 HGB, IFRS IDW-Terminologieempfehlung DE-EN / EN-DE

Linkempfehlung:    http://www.idw.de/idw/portal/d409280

Fey, Gerd / Fladt, Guido:
Deutsches Bilanzrecht/German Accounting Legislation: Deutsch-Englische Textausgabe mit einführenden Erläuterungen.
Düsseldorf : IDW Verlag, 2006. – 248 S. – € 48,-
ISBN 13: 978-3-8021-1189-1
ISBN 10: 3-8021-1189-3
Die Internationalisierung der Rechnungslegung schafft nicht nur Bedarf an englischsprachigen Hand- und Lehrbüchern zu den IFRS, sondern umgekehrt auch an englischsprachigen Texten über das deutsche Bilanzrecht. Das von Brooks und Mertin begründete deutschenglischsprachige Standardwerk gibt mit der Übersetzung der wichtigsten Gesetzestexte ausländischen Anwendern einen sehr guten Einblick in das deutsche Bilanzrecht und den beratenden Berufen einen fundierten Überblick über die Rechnungslegungs- und Prüfungserfordernisse deutscher Gesellschaften. Damit ist es ebenfalls gut als Einstieg für englischsprachige Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen geeignet. Die von Fey und Fladt vollständig überarbeitete und aktualisierte 4. Auflage teilt sich in drei Hauptteile, die pro Doppel seite links den Text in deutscher und rechts in englischer Sprache anbieten: Dem Überblick über die Grundsätze der deutschen Rechnungslegung folgt eine tabellarische Synopse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede von IFRS, US-GAAP und HGB. Abschließend sind die wichtigsten Auszüge aus dem deutschen Handelsgesetzbuch, dem Aktien- und GmbHGesetz abgedruckt und jeweils der von Fry & Bonthrone Partnerschaft übersetzten englischen Sprachfassung gegenübergestellt. Dabei sind sämtliche Gesetzesänderungen inklusive des im August 2005 verabschiedeten VorStOG berücksichtigt. Der von Fey und Fladt verfasste Überblick über die Grundsätze der deutschen Rechnungslegung gibt auf knapp vierzig Seiten eine sehr gute Einführung in die gesetzestechnische Konzeption, die Vorschriften zu Einzel- und Konzernabschluss sowie die deutschen Anforderungen an die Prüfung und Offenlegung. Dabei konzentrieren sich die Autoren auf die für Kapitalgesellschaften und Konzerne geltenden Vorschriften; auf Erleichterungen für mittelgroße und kleine Gesellschaften wird verkürzt ebenfalls eingegangen. Sehr übersichtlich und kompakt werden die wesentlichen Vorschriften zu Ansatz und Bewertung erläutert, dazu gehört auch eine Checkliste der (Konzern-) Anhangangaben mit ihren jeweiligen Rechtsquellen. Der Abschnitt zu Konzernabschluss und -lagebericht erläutert neben dem Geltungsbereich der IASVerordnung und der Deutschen Rechnungslegungs Standards die Aufstellungspflicht, den Konsolidierungskreis und die Konsolidierungsmethoden nach deutschem Recht. Auch auf die weiteren Bestandteile des Konzernabschlusses und auf den Lagebericht wird kurz eingegangen. Vom Umfang her bildet der zweite Hauptteil zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von IFRS, US-GAAP und HGB den Schwerpunkt des Buches. Zunächst wird auf ca. 30 Seiten zu den wesentlichen Bilanzierungsthemen ein tabellarischer Überblick angeboten, der anschließend über 110 Seiten nach Themengebieten wie dem Rahmenkonzept der Bilanzierung, Mehrkomponentenverträgen oder Wandelschuldverschreibungen geordnet weiter vertieft wird. Auch dort werden zusätzliche tabellarische Übersichten, beispielsweise zum Leasing oder zur Segmentberichterstattung, angeboten. Dabei wird ausschließlich auf die bis Juli 2004 verabschiedeten Standards abgestellt, so dass aber immerhin die so genannte stable platform, also jene Standards, die zur Erstanwendung von IFRS 2005 verbindlich sind, vollumfänglich berücksichtigt ist. Die Tabellen ließen sich allerdings wesentlich besser lesen, wenn auf jeder Seite die Spaltenüberschrift abgedruckt worden wäre. Abschließend sind ausgewählte Gesetzestexte zweisprachig abgedruckt. Diese umfassen §§ 238 – 330, 342 – 342 b HGB, §§ 58, 150 -178 AktG und §§ 29, 41- 42 a, 46 GmbHG. Der Schwerpunkt liegt also auf dem Dritten Buch des HGB; branchenspezifische Vorschriften des deutschen Bilanzrechts sind nicht enthalten. Angesichts der Zielsetzung des Buches, den Einstieg in die deutschen Rechnungslegungserfordernisse zu erleichtern, ist die getroffene Auswahl angemessen und eine konsistente Übersetzung gelungen. Der angestrebte Einstieg würde aber insgesamt verbessert, wenn das Buch ein Stichwortverzeichnis enthalten würde, beispielsweise um in den drei Hauptteilen des Buches nach Erleichterungen für mittelständische Unternehmen zu suchen. Wer je auf der Suche nach einem kurzen und dennoch sachkundigen Überblick über das deutsche Bilanzrecht war, wird selbst ohne Beachtung der parallel abgedruckten englischen Übersetzung des Textes zufriedengestellt. Für all jene, die ausländischen Geschäftspartnern, Kollegen oder internationalen Organisationen das deutsche Bilanzrecht verständlich zu machen haben, ist dieses Buch eine hervorragende Hilfestellung. Selbstverständlich kann es keine Kommentierung oder ein Lehrbuch der deutschen Vorschriften ersetzen, es leistet aber außerdem einen wesentlichen Beitrag zur einheitlichen Verwendung der deutschen Regelungen in englischer Sprache.
 
(Regine Buchheim)

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